Die Böttcherstraße: Darf's ein Tässchen mehr sein?

Für Bremer und ihre Besucher zählt die Böttcherstraße bis heute zu einer der bedeutendsten Attraktionen in der Hansestadt.
In den urgemütlichen Cafés der Altstadtgasse servieren charmante Mitarbeiter Butterkuchen mit einer Tasse Kaffee und versprühen dabei eine traditionsreiche Atmosphäre: Denn kein geringerer wie der Erfinder des entkoffeinierten Kaffees, Ludwig Roselius, kaufte im Jahre 1902 das Haus Nr. 6. Das Gebäude mit dem auffälligen Treppengiebel wurde im 14.Jh. errichtet und war bei der Übernahme durch den erfolgreichen Bremer Kaufmann stark renovierungsbedürftig. Roselius sanierte sein Eigentum und gründete dort den Verwaltungssitz seiner Rösterei, der Kaffee HAG.

Adresse

Böttcherstraße

28195 Bremen

Die Bremer Tradition auf hundert Metern

Heute ist das detailgetreu restaurierte Speicherhaus nach seinem Käufer benannt und zum Mittelpunkt der sehenswerten Böttcherstraße im Zentrum der Hansestadt geworden. Denn Kaffeefabrikant und Kunstliebhaber Roselius beließ es nicht beim Erwerb des einen Bauwerks. Nach und nach entstand in der Kopfsteingasse ein architektonisch durchdachtes Häuserensemble, das seit dem Jahr 1973 in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz steht.

Es steht außer Frage, dass die öffentlich zugängliche Meile auf der Liste der Besichtigungen in Bremen ganz weit oben steht. Sie ist bei einer Städtetour, beispielsweise bei einem Kurzaufenthalt mit Bahnanreise im ICE oder ICE-Sprinter, ein idealer Ausgangsort zu weiteren Sehenswürdigkeiten.
Nur wenige Gehminuten vom Bremer Hauptbahnhof entfernt, erstreckt sich die Böttcherstraße zwischen dem zentralen Marktplatz und dem Martinianleger an der Weserpromenade. In ihrer näheren Umgebung finden Sie den Bremer Roland, das Rathaus anno 1405, das Kasino und die Einkaufsmeile Obernstraße. Übrigens: in der engen Straße sind die Lichtverhältnisse um die Mittagszeit am besten.

Hereinspaziert zu den Kulturdenkmälern

Ein vergoldetes Relief, der knapp 4m x 4m große „Lichtbringer“, ziert den Torbogen, der in die kleine gepflegte, aber geschäftige Straße führt. Hier reihen sich Museen und Künstlerateliers, Glasbläsereien, Tischlerwerkstätten und Galerien, Cafés und Restaurants dicht an dicht, deren Architektur an den Backsteinexpressionismus erinnert.
Zu den sehenswerten Bauwerken zählt das Paula-Becker-Modersohn-Haus. Begeistert von der Künstlerin Paula Becker, ließ Finanzier Ludwig Roselius der Malerin mit dem Bau dieses Hauses ein Denkmal errichten. Auch verglich er den Pioniergeist von Robinson Crusoe mit dem hanseatischen Schaffensdrang und widmete der schiffbrüchigen Romanfigur kurzerhand das Robinson-Crusoe-Haus. Heute dienen hier die Räumlichkeiten für verschiedene Ausstellungen.

Nicht minder interessant, das Gebäude mit der Nummer 4: das Haus des Glockenspiels. Die 30 Meißener Porzellanglocken hängen zwischen zwei Giebeln und spielen mit ihrem glasklaren Klang mehrmals täglich bekannte Seemanns- und Volkslieder.

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